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Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.
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Betreuungsfriedhöfe in Belgien

Am Ende des Ersten Weltkrieges gab es in Belgien in 678 Gemeinden und Ortsteilen deutsche Kriegsgräberstätten. Ihre Erhaltung und Betreuung wurde 1925 erstmals vertraglich zwischen Deutschland und Belgien geregelt. Der amtliche deutsche Gräberdienst übernahm zunächst deren Ausbau und ihre Pflege. Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. gestaltete vorerst die Friedhöfe Langemark - Nord und Roeselaere – de - Ruyter (die dort damals beigesetzten 2.449 Gefallenen wurden in der Folgezeit nach Menen umgebettet). Die Zahl der deutschen Friedhöfe wurde auf Wunsch der belgischen Regierung (“Zersiedlung der Landschaft”) drastisch reduziert.

Seit 1954 basiert die Tätigkeit des Volksbundes auf einem neuen Abkommen mit Belgien. Dem Vertrag entsprechend wurden zwischen 1956 und 1958 die deutschen Gefallenen auf den noch bestehenden 128 Friedhöfen auf nunmehr drei deutsche Kriegsgräberstätten in Flandern zusammengebettet: Langemark, Menen und Vladslo. Der Friedhof Hooglede blieb ohne Zubettungen. Eindeutig identifizierte Gefallene wurden in Einzelgräbern beigesetzt, während alle unbekannten Kriegstoten in ein großes Gemeinschaftsgrab in Langemark umgebettet wurden. Die Gräber auf den flandrischen Friedhöfen sind mit Grabplatten gekennzeichnet, die - wegen der engen Belegung - bis zu 20 Namen und Daten von Gefallenen aufweisen. Der endgültige Ausbau der Friedhöfe durch den Volksbund erfolgte 1970 bis 1972. Auf den verbliebenen vier deutschen Friedhöfen in Flandern ruhen heute über 126.000 Gefallene des Ersten Weltkrieges, weitere Gräber befinden sich auf britischen Kriegsgräberstätten; etwa 90.000 Gefallene konnten nie geborgen werden.

Alle deutschen Kriegstoten, die im Laufe des Zweiten Weltkrieges in Belgien ihr Leben verloren, wurden in Lommel und Recogne - Bastogne beigesetzt.

In Belgien gibt es ca. 181.000 deutsche Kriegsgräber (135.000 aus dem Ersten und 46.000 aus dem Zweiten Weltkrieg) auf 19 Anlagen.

 

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