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Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.
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Betreuungsfriedhöfe in Frankreich - Bourdon

Zwischen Amiens und Abbeville, am nördlichen Ufer der Somme, liegt der kleine Ort Bourdon. Am westlichen Ortsrand liegt die deutsche Kriegsgräberstätte, auf der 22.213 Gefallene des Zweiten Weltkrieges ihre letzte Ruhestätte gefunden haben.

Die Somme, früher ein wenig bekannter Fluss in Nordfrankreich, ist während des Ersten Weltkrieges zu einem Begriff geworden. Sie erinnert an Brennpunkte jahrelanger, heftigster Kämpfe, die sich tief in das Gedächtnis der damaligen Soldaten gebrannt haben: Arras, St. Quentin, Cambrai, Péronne, Albert, Amiens, Bapaume, Loretto – Höhe. Auch während des Zweiten Weltkrieges gab es in der Region heftige Kämpfe.

Im Jahr 1954 wurde zwischen der französischen und der deutschen Regierung ein Kriegsgräberabkommen geschlossen. Darin wurde vereinbart, alle Kriegstoten des Zweiten Weltkrieges auf 21 endgültige Kriegsgräberstätten zusammenzubetten. Eine dieser Kriegsgräberstätten sollte im Gebiet der Somme liegen, auf der die Kriegstoten der drei Departements Nord, Pas - de – Calais und Somme zusammengebettet werden sollten. Die Wahl fiel auf den kleinen Ort Bourdon. Am 16. September 1967 wurde die Kriegsgräberstätte eingeweiht.

Die meisten der in Bourdon beigesetzten Kriegsopfer starben während der Kämpfe beim Übergang über die Somme im Juni 1940 oder während der Rückzugskämpfe Ende August und Anfang September 1944. Viele starben auch während der Besatzungszeit oder in Kriegsgefangenschaft.

Der Besucher betritt zunächst eine im Durchmesser ca. zwölf Meter messende, zehn Meter hohe Halle. In dieser Halle steht eine überlebensgroße Marmorplastik („Die Mutter“), die von Prof. Gerhard Marx geschaffen wurde. Sie erinnert von der Form her an die Frauenplastiken der griechischen Antike. Der Raum erhält sein Licht durch eine 60 Zentimeter große Öffnung in der Decke der Halle sowie sechs weitere schmale Öffnungen im Mauerwerk. Die Schmuckornamente an den Steinbänken und der Ornamentstein am Sonnenrand im Giebel des Einganges sind Arbeiten des Bildhauers Alfons Droll.

Durch zwei Türen betritt man anschließend einen Ringhof, in dem sich die acht größeren der insgesamt 62 Gemeinschaftsgräber befinden. In gerader Linie führt der Weg weiter zum Hochkreuz. Beiderseits des Weges erstreckt sich das Gräberfeld der sieben Hektar großen Kriegsgräberstätte, das in 44 Blöcke unterteilt ist. Als Grabzeichen für je sechs Kriegstote sind Kreuze aus hellem Massangis, einem französischen Kalkstein, gesetzt. Auf beiden Seiten eines Kreuzes stehen je drei Namen.

 

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