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Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.
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Betreuungsfriedhöfe in Polen

Die deutschen Verluste im Zweiten Weltkrieg werden auf 468.000 Kriegstote geschätzt, von denen 300 000 namentlich registriert sind. Die registrierten Kriegstoten ruhen in ca. 19 000 Orten. Etwa die Hälfte aller deutschen Gefallenen ruht in 640 Grablagen. Die deutschen Verluste im Ersten Weltkrieg betragen ca. 400 000 Gefallene. Mehr als 1 000 Grablageorte in Polen sind bekannt.
Ein offizielles Kriegsgräberabkommen konnte bisher noch nicht abgeschlossen werden.
Grundlage der Arbeit des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge in Polen ist der „Vertrag über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit“ aus dem Jahr 1991. In einer deutsch-polnischen Kommission, bestehend aus Mitarbeitern des Polnischen Roten Kreuzes, des „Rates zum Schutz des Gedenkens an Kämpfe und Martyrium “ und des Volksbundes, werden alle Planungen und Arbeiten abgesprochen. 1994 wurde eine deutsch-polnische Stiftung gegründet, um die Vielzahl der in der Kommission beschlossenen Maßnahmen schneller und wirksamer umsetzen zu können. Die Stiftung, die den Namen „Pamiec“ („Gedenken“) trägt, hat ihren Sitz in Warschau. Sie begleitet die Umbettungsarbeiten, die Baumaßnahmen und die zur Instandsetzung und Pflege der Friedhöfe organisierten deutsch-polnischen Jugendlager. Wie in den anderen Ländern des ehemaligen Ostblocks entstehen auch in Polen zentrale Sammelfriedhöfe für die Gefallenen des Zweiten Weltkrieges - insgesamt zehn Anlagen. Zusätzlich werden einige große bestehende Friedhofsanlagen erhalten bleiben. Mit diesem Konzept soll zukünftig eine kostengünstige Pflege realisiert werden. In dieser Broschüre stellen wir die geplanten und fertiggestellten Anlagen vor.
Die rund 1 000 Friedhöfe des Ersten Weltkrieges konnten wir hier nicht im einzelnen aufführen. Sie stehen unter Denkmalschutz und werden durch die zuständigen polnischen Behörden instand gehalten und gepflegt. Der Volksbund hilft dabei sowohl mit Zuschüssen und fachlichem Rat als auch mit dem Einsatz von Jugendlagern. Ausblick: In den vergangenen Jahren konnte in der Frage der deutschen Kriegsgräber in Polen viel erreicht werden. In den nächsten Jahren werden wir uns vor allem den Umbettungs- und Ausbauarbeiten für die Sammelfriedhöfe widmen.

 

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